Luftentfeuchtung
Bei Feuchtigkeitsproblemen auf dem Bau, in der Industrie, Landwirtschaft, im Büro oder Lager – für jedes Problem gibt es verschiedene Kondenstrockner.
Funktionsprinzip Kondensationstrockner
Bei Kondenstrocknern wird die angesaugte feuchte Luft im Verdampferteil gekühlt, wodurch die relative Feuchte auf 100% ansteigt. Der Wasserdampf kondensiert an den Lamellen des Kälteteils.
Die Wärme, die im Verflüssiger entsteht, wird genutzt, um die Luft geringfügig über die ursprüngliche Eintrittstemperatur zu erwärmen.
Anwendung von Kondens- und Adsorptionstrocknern
Im Allgemeinen wird mit Kondenstrocknern gearbeitet, da die modernen Hochleistungsgeräte Entfeuchtungsgrade bis 35% relative Feuchte (r.F.) erreichen können. Für die meisten Fälle ist dies die optimale Lösung. Für Anwendungen mit niedrigeren Luftfeuchte werden die Adsorptionstrockner bevorzugt. Diese können Luftfeuchte von nahezu 5% erreichen.
Ein Kondenstrockners verbraucht nur etwa 30 bis 40% der Energie eines Adsorptionstrockners. Die optimale Arbeitstemperatur eines Kondenstrockners liegt bei +15 bis 25°C, wobei Adsorptionstrockner auch weit unter 15°C optimale Ergebnisse liefern.
Bautrocknung
Das enorme Einsparpotential im Bereich der Heizkosten ist das wichtigste Argument für den Einsatz von Bautrocknern. In den ersten fünf Jahren können bis zu 300% durch die technische Bautrocknung eingespart werden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Maler-, Fliesen- und weitere Arbeiten früher begonnen werden können.
Dafür ist es vorteilhaft eine Bautrocknung mittels Kondenstrockner durchzuführen.
Die Vorteile gegenüber einem Adsorptionstrockners sind:
Ca. 40% weniger Energiekosten
Ca. 50% niedrigere Mietkosten
Große bauphysikalische Vorteile.
Beim Einsatz eines Adsorptionstrockners besteht die Gefahr der „Übertrocknung“, wodurch Rissbildung und Schwunderscheinungen auftreten können.
Feuchtigkeitskontrolle bei der Lagerung
Bei der Lagerung von z.B. Gewürzen, Papierprodukten, el. Geräten usw. wird immer öfters die Frage an relative Feuchte gestellt.
Anforderungen an die relative Luftfeuchtigkeit
Die relative Feuchte muss unter 70% gehalten werden, um Fäulnis- und Schimmelbildung zu vermeiden. In Deutschland beträgt die relative Feuchte jedoch durchschnittlich 83%. Deshalb ist der Einsatz mit Entfeuchtungsaggregaten wirksamer als die Methode „Heizen und Lüften“.
Berechnung der benötigten Entfeuchtungsleistung
Damit Luftentfeuchter effizient und wirtschaftlich arbeiten können, spielt die richtige Berechnung der benötigten Entfeuchtungsleistung eine wichtige Rolle.
Kondenstrockner bzw. Bautrockner
Bei der Bautrocknung hängt die effiziens von der Trocknergröße ab, d.h. einem Raum von ca. 300 m³ Größe wird ein Bautrockner von Typ TGD 360 eingesetzt. Die Raumtemperatur sollte ca. 15 Grad oder höher betragen.
Aufstellung von Luftentfeuchtern
Bevor ein Luftentfeuchter aufgestellt wird, sollte der Raum soweit wie möglich abgedichtet werden.
Auf diese Weise wird vermieden, dass feuchte Außenluft hineinströmen kann. Der Entfeuchter wird in der Raummitte aufgestellt. Beim Einsatz mehrere Trockner wird der Gesamtraum in dieselbe Anzahl Teilflächen eingeteilt. Zur optimalen Luftverteilung, wird jeweils ein Trockner auf dieser Fläche verteilt. Das Gebläse muss frei arbeiten können (d.h. es dürfen sich keine Gegenstände in der Nähe des Gerätes befinden).
Bautrocknung in Kombination mit Beheizung
Je höher die Raumtemperatur, desto kürzer die Trocknungszeiten.
Wenn Trockner und Heizer kombiniert werden, darf der Heizer nicht in der Nähe des Trockners aufgestellt werden. Ansonsten saugt der Trockner die warme, trockene Luft an, und es würde keine Kondensation mehr entstehen, was dazu führt, dass die Entfeuchtungsleistung sinkt.
Die so genannten „Direkt-Heizer“ sind für Trocknungsprozesse völlig ungeeignet, weil während der Verbrennung sehr viel Feuchtigkeit freigesetzt und in den Raum abgegeben wird.
Kondenswasserabfuhr
Damit für den täglichen Einsatz ein Höchstmaß an Mobilität und Flexibilität erreicht werden kann, werden verschiedene Lösungen zum Wasserauffang angeboten z.B. integriertem Auffangbehälter, externen Auffangbehälter oder mit Pumpe.
Die Trockner sind je nach Umgebungsbedingungen in der Lage, innerhalb von 24 Stunden einen großen Teil des eigenen Volumens an Feuchtigkeit zu kondensieren.
Tatsache ist: Unterschiedliche Einsatzgebiete erfordern jeweils verschiedene Lösungen der Wasserabfuhr.
Permanenttrocknung
Bei Dauereinsatz ist ein Trockner mit Kondensatpumpe sinnvoll. Das entstandene Wasser kann bis zu 6 m Höhenunterschied mit Hilfe dieser Pumpe z.B. durch ein Kellerfenster nach außen geleitet werden.
Hygrostatgesteuerte Trocknung
Um eine „Übertrocknung“ zu verhindern, wird ein Hygrostat zwischen Trockner und Stromzufuhr geschaltet. Damit wird die Trocknung fein gesteuert.
Praxistipp: Optimierung der Entfeuchterleistung
Eine noch schnellere Trocknung erreicht man bei kombinierten Entfeuchtern mit Ventilatoren. Aber Vorsicht: Rissbildung oder Schrumpfungserscheinungen können auftreten wenn zu viele Ventilatoren eingesetzt werden.